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VdK Ortsverband Leimen freut sich über die Neuerung im Leimener-Freibad




Wahre Freudensprünge machten die Vorstände des VdK Ortsverbands

Leimen-Mitte über die Neuerung im Leimener Freibad. Wie im jüngsten

RNZ-Bericht zu erfahren ist, wurde vor kurzem für das Freibad ein

sogenannter Schwimmbeckenlift angeschafft. Dieser wurde jedoch nicht

im Schwimmbecken fest installiert, sondern wird mobil eingesetzt, sprich

gezielt und individuell in jedem Schwimmbecken der Leimener Bäder, so

wie er gerade gebraucht wird. So kann er auch neben dem Freibad im

angrenzenden Hallenbad eingesetzt werden.

Die (Be-)Nutzung des Schwimmbeckenlift soll und kann auch

eigenständig von der jeweiligen Nutzerin und dem jeweiligen Nutzer

bedient werden. Dies ist auch der Wunsch und die Vorgabe der

Behindertenrechtskonvention, die die Vereinten Nationen verabschiedet

haben und die der VdK Dachverband sowie alle angehörenden

Landesverbände uneingeschränkt eingefordert haben und seither aktiv

unterstützen. Denn alle Menschen sollen eigenständige Entscheidungen

treffen können. Im Falle des Schwimmbeckenlifts bedeutet das, dass jede

Nutzerin und jeder Nutzer selbst darüber bestimmen soll/kann, wann sie

oder er ins Wasser rein will und wann wieder raus.

Im Bezug auf die Behindertenkonvention der Vereinten Nationen verweist

der VdK darauf, dass schätzungsweise 650 Millionen Menschen weltweit

mit einer Behinderung leben. Aber nur in etwa 45 Staaten gibt es

Vorschriften, die ihre Rechte besonders schützen. Viel zu wenig wird aus

Sicht des VdK die Behindertenkonvention beachtet, obwohl diese bereits

seit 2009 in Deutschland in Kraft getreten ist. Die UN-

Behindertenkonvention schafft keine Sonderrechte, sondern konkretisiert

und spezifiziert die universellen Menschenrechte aus der Perspektive der

Menschen mit Behinderungen. Die Teilhabe von Menschen mit

Behinderungen ist ein Menschenrecht, kein Akt der Fürsorge oder Gnade.

Die UN-Behindertenkonvention stellt dies klar und konkretisiert damit

grundlegende Menschenrechte für die Lebenssituation von Menschen mit

Behinderungen. Sie erfasst Lebensbereiche wie Barrierefreiheit,

persönliche Mobilität, Gesundheit, Bildung, Beschäftigung, Rehabilitation,

Teilhabe am politischen Leben, Gleichberechtigung und

Nichtdiskriminierung. Grundlegend für die UN-Behindertenkonvention

und die von ihr erfassten Lebensbereiche ist der Gedanke der Inklusion:

Menschen mit Behinderung gehören von Anfang an mitten in die

​Gesellschaft.

Der VdK Leimen-Mitte dankt herzlich der Stadt Leimen für die

Anschaffung des Schwimmbeckenlifts.


Link zu der UN-Behindertenkonvention: 

 


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