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2. VdK Stammtisch

Zweiter Stammtisch des VdK Ortsverband Leimen-Mitte ein

voller Erfolg


E-Rezept - Apothekerin Julia Bittler von der Linda Turm

Apotheke in Leimen bringt Licht ins Dunkle

Der zweite Stammtisch des VdK Ortsverband Leimen-Mitte stand

ganz im Zeichen der Pharmazie. Eingeladen hatte der Vorstand um

den ersten Vorsitzenden Wolfgang Ebner eine ortsansässige

Apothekerin. Julia Bittler, ihres Zeichens Apothekerin und

Mitinhaberin der Linda Turm Apotheke in Leimen, fand die Idee des

VdK Leimen sehr gut und sagte ihre Teilnahme und Bereitschaft als

Referentin spontan zu, denn auch für Julia Bittler ist es mehr als nur

eine Herzensangelegenheit Licht in den momentanen noch

vorhandenen E-Rezept-Dschungel zu bringen. Dass dies auch bei

vielen Menschen noch der Fall ist, zeigte das sehr große Interesse

an diesem Stammtisch. Zahlreiche Gäste, bunt gemischt, von jung

bis alt, fanden den Weg in die Vereinsgaststätte des VfB Leimen. Zu

Beginn ihres Vortrags ging die Apothekerin auf die Hintergründe des

E-Rezepts ein. In allen Bereichen wird die Digitalisierung massiv

vorangetrieben, so auch in der Pharmazie und Medizin. In

Deutschland ist das E-Rezept seit Anfang dieses Jahres am Start. In

anderen europäischen Ländern bereits schon viel früher. Finnland

arbeitet seit 2019 und Österreich seit 2022 mit dem elektronischen

Rezept. Die Frage nach dem ‚Warum gibt es überhaupt ein

elektronisches Rezept‘ stellten die Gäste des Stammtisches.

Nachhaltigkeit (rund 5-6 Millionen Rezepte auf Papier werden

jährlich gedruckt), keine Rezepte mehr auf Papier und

Fälschungssicherheit sind die wohl obersten Ziele, aber auch in

Kombination mit der elektronischen Patientenakte das zentrale

Erfassen aller Daten und Fakten zu der jeweiligen Person . Hier soll

auch die Patientensicherheit im Vordergrund stehen (alle beteiligten

Ärzte wissen voneinander und sehen, was die Kolleginnen und

Kollegen verordnet haben). Doch wie geht man jetzt als Patient vor?

Wichtig ist und hier führt noch kein Weg vorbei, einmal im Quartal

das Versichertenkärtchen zum Arzt zu bringen. Die Rezepte werden

dann auf die elektronische Versichertenkarte ‚geladen‘ und können

dann in der Apotheke abgerufen werden. In der Übergangsphase ist

es noch möglich ein Rezept auf Papier zu erhalten, auf dem ein QR-

Code abgedruckt ist, den die jeweilige Apotheke auslesen kann. Als

dritte Option gibt es noch die Möglichkeit eine App zu nutzen, auf

die das jeweilige Rezept gespielt wird. Mit dem eigenen Smartphone

geht man dann in die Apotheke und lässt dort die App auslesen.

Julia Bittler wies auch daraufhin, dass der Arzt verpflichtet ist, ein

elektronisches Rezept auszustellen, sonst droht ihm eine

Honorarkürzung. Aktuell können nur Medikamente als E-Rezept

ausgestellt werden. Hilfsmittel wie Teststreifen oder

Blutdruckmessgeräte müssen nach wie vor als Papierrezept

ausgedruckt

werden.

Momentan gibt es noch einige Kinderkrankheiten bei dem E-Rezept.

So kommt es oftmals zu zeitlichen Verzögerungen bei der

Übertragung und bei dem Auslesen der Daten. So kann es

passieren, dass der Patient schon die Apotheke verlassen hat und

es erscheint ein weiteres Medikament auf dem

Apothekerbildschirm, welches der Arzt zusätzlich verordnet hat.

Auch muss der Patient aktiv beim Arzt darauf hinwiesen, dass er

sein Medikament von der Firma haben möchte, die er immer hat.

Dann muss ‚aut idem‘ angekreuzt werden. Tut der Arzt das nicht, ist

der Apotheker verpflichtet den Rabattvertrag der Krankenkasse als

Grundlage zu nehmen und muss das Präparat einer anderen Firma

aushändigen.

Trotz aller Widrigkeiten und Unsicherheiten liegen die Vorteile

einfach auf der Hand: auf einem E-Rezept gibt es keine unleserliche

Schrift, es wird kein Papier mehr verwendet und die Umwelt wird

geschont, Folgeverschreibungen bei chronischen Erkrankungen sind

einfacher, für Menschen, die nicht mehr aus dem Haus gehen

können, ist die Beschaffung von Medikamenten vereinfacht worden,

die Sicherheit und der Datenschutz wurden verbessert, denn nur

der Arzt, die Apotheke und der Patient haben Zugriff auf die Daten.

Wie bei allen gesundheitlichen Fragen helfen auch bei dem E-Rezept

nach wie vor der Arzt und/oder die Apotheke ihres Vertrauens.


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